Leichtbau-Diffusor für den Aufsteckblitz


Etwas weicher bitte!

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Gut für den stationären Einsatz wie auch bei der Tabletop Fotografie. Gerade bei den kleinen Dingen kommt dieser Diffusor als Flächenleuchte ganz groß raus.


Diese Variante eignet sich am besten für den stationären Einsatz. Sehr schön auch für kurze Distanzen bei kleineren Gegenständen. Unter Umständen genügt es schon das Blitzgerät auf den mitgelieferten Fuß zu stellen um es mit angesetztem Diffusor unter beengten Verhältnissen zum Einsatz zu bringen. Bei der Tabletop Fotografie kann diese Bauart zu einer wahren „Goßflächenleuchte“ werden und den gewünschten Gegenstand regelrecht mit Licht umhüllen.

Überblick:
Der Diffusor besteht im Wesentlichen aus drei Hauptkomponenten: Der Diffusorfläche, dem Gestänge und einer Befestigung für das Blitzgerät. Das Ganze lässt sich relativ leicht zerlegen und platzsparend verstauen. Das Gewicht ist ebenfalls erfreulich gering.

Im Detail:
Die Halterung für das Blitzgerät besteht aus ein paar 4mm GFK-Stangen (Glasfaser verstärkte Kunststoffe), etwas Silikonschlauch (oder vergleichbares) und ein paar selbst angefertigten Kunststoffteilen.

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Aufbau der Halterung, die später am Blitzkopf befestigt wird. Beim Zusammenbau sollte darauf geachtet werden, dass diese straff auf dem Blitzgerät sitzt.


Da sind wir auch schon beim Knackpunkt der Geschichte. Diese Teile lassen sich relativ leicht herstellen, wenn man über das notwendige Equipment verfügt. Besteht der heimische Werkzeugfundus hingegen nur aus einer Zange und einer Akku-Bohrmaschine, wird es schwierig. Wer also nicht die nötigen Mittel zur Verfügung hat, sollte sich im Internet einmal nach Drachenbau-Zubehör umsehen, dort werden solche oder ähnliche Teile manchmal angeboten. Die Skizze zeigt schematische die Lage der Bohrungen innerhalb der Teile.

Eigenanfertigung Teile

Ein Stück runder Kunststoff mit zwei Bohrungen. Die eine in Längsrichtung, die andere verläuft etwa im 30° Winkel dazu. Dieser kann natürlich je nach gewünschtem Aufbau (Geometrie) variieren.


Der verwendete Silikonschlauch sollte sehr streng auf den GFK-Stangen sitzen. Zum einen soll sich die Konstruktion ja nicht selbst in Wohlgefallen auflösen, zum anderen können kurze Schlauchstücke somit als Stopper verwendet werden.

Die GFK-Stangen sollten in ihrer Länge so gewählt werden, dass sie etwas kürzer sind als der Blitzkopf selber breit ist. Die zwei Schlauchstücke links und rechts werden so kurz wie möglich bemessen. Damit wird ein guter Halt sichergestellt. An der unteren Stange ist noch ein weiteres, gerades Kunststoffteil angebracht, dass von zwei Stoppern (kurze Schlauchstücke) eingeklemmt ist. Mit diesem Teil lässt sich später die Lage des Reflektors besser kontrollieren, da er mit seinen weiten Auslegern natürlich stark zum nach unten kippen neigt.

Die Stangen:
Aus dem Bohrungswinkel der Teile (in meinem Fall ca. 30°) und der Länge der Stangen ergibt sich später die Fläche des Reflektors. Das Stangenmaterial muss nur auf das gewünschte Maß abgelängt und an der oberen Seite mit zwei Stoppern versehen werden. Das äußere der beiden Stücke habe ich etwas länger ausgeführt um die spätere Handhabung etwas zu erleichtern.

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Der Silikonschlauch hat einen Innendurchmesser, der kleiner ist als die Stangen. Somit ist ein fester Sitz gewährleistet.

Die Diffusorfläche:
Abschließend fehlt nur noch die Diffusorfläche. Diese ist aus Leuchtkastenfolie wie sie schon beim „Snoot“ zum Einsatz kam und dort als Trägermaterial zweckentfremdet wurde.

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Die bereits aus dem „Snoot“-Projekt bekannte Leuchtkastenfolie. In diesem Projekt wird sie jedoch etwas zweckmäßiger verwendet.

Die Arbeitsschritte sind denkbar simpel: Folie auf die benötigte Fläche zuschneiden und mit einem Locher in alle vier Ecken je ein Loch stanzen. Beim Lochabstand habe ich darauf geachtet, dass die vier Stangen etwas auseinander gezogen werden. Dieser Effekt bewirk ein leichtes klemmen der Stangen in den Bohrungen der schwarzen Kunststoffteile falls deren Bohrungsdurchmesser etwas zu groß geraten sein sollte.

Falls Sie einen nützlichen Link, z.B. für die Beschaffung solcher Kunststoffteile haben andere Anregungen oder Fragen nutzen Sie bitte das Kontaktformular.


Das war‘s, an die Arbeit!


Links zum Thema:

Bastelbedarf und Materialien bei Firma „modulor.de“

© Uwe Walzenbach 2012